Zwischen gestern und heute
Die Historie der Firma Schöning führt in das Jahr 1911 zurück als der Apotheker Carl-Ludwig Hermann in Breslau ein chemisches Laboratorium gründete. 1914 zog er nach Berlin-Tempelhof und nach mehreren Zwischenstationen 1930 nach Berlin-Johannisthal auf das ehemalige Flughafengelände.
Der Betrieb firmierte seit 1929 als Pharmacosma GmbH und seit 1934 als Novopin Fabrik Pharmacosma GmbH.
1936 erwarben die Herren Schöning und Wulff den Betrieb. Die GmbH wurde 1937 in eine OHG umgewandelt.
Richard Schöning fand nach seiner Militärdienstzeit 1945 das Gelände in Berlin-Johannisthal russisch besetzt vor. Er musste das Gelände in 5 Tagen räumen und zog in die Elsenstraße in Berlin-Treptow. Hier wurde er 1948 erneut vertrieben und ging nach Berlin-Mariendorf mit seinem Betrieb.Zum 17. Mai 1949 wurden der Betriebsteil in Berlin-Johannisthal, der die während des Krieges ausgelagerten Maschinen hatte und unter Treuhandverwaltung stand und der Betrieb in der Elsenstraße in Berlin-Treptow volkseigen. Letzterer bereits 1948.
Bei damals offener Grenze produzierte Richard Schöning seine bewährten Arzneimittel und Badezusätze und musste sich gegen die gleichnamigen Präparate, die in Ostberlin produziert wurden, behaupten.
Der volkseigene Betrieb in Berlin-Johannisthal ging später über den VEB Dr. Remmler in den VEB Berlin Chemie ein. Die Warenzeichen Camphopin und Nervpin kehrten erst nach der Wende 1990 zurück.
Nach der Trennung Berlins, 1961 durch die Mauer, entwickelte sich der Westberliner Betrieb unter Leitung von Richard Schöning in Berlin-Mariendorf weiter.
1974 nach 10-jähriger Firmenzugehörigkeit wurde der Neffe Werner Schöning Gesellschafter und übernahm die Geschäftsführung der Richard Schöning OHG.
Im Alter von 76 Jahren starb noch im gleichen Jahr Richard Schöning.
Herausragende Leistung war die Errichtung des dreistöckigen Erweiterungsbaus am Standort Porschestraße.
Mit dem Zukauf der Firma Wulf Rabe homöopathische Arzneimittel in den achtziger Jahren wurde ein neuer aber auch traditioneller Weg beschritten.
Unter seiner Führung wurde das Erscheinungsbild von Schöning in Berlin auch nach der politischen Wende geprägt.
Das Jahr 1999 stellte das Unternehmen vor eines seiner schwierigsten Bewährungsproben. Trotzte es bis dato zwei Weltkriegen, diversen Wirtschaftkrisen und der Veränderung der politischen Landkarte Deutschlands, so war es doch in besagtem Jahr von Stilllegung bedroht.
Das wäre nicht nur das Aus für eine Vielzahl von Mitarbeitern gewesen, sondern es hätte auch den ersatzlosen Wegfall sehr beliebter und bekannter Arzneimittel bedeutet.
Mit dem 21. Jahrhundert wurde eine neue Ära in der Firmenvita eingeläutet.
Übernahme im Rahmen eines Share-Deals zum 01.07.2010
Zum 01.07.2010 gelang es, das Unternehmen in einem Share-Deal an eine Gruppe von Investoren zu veräußern. Der Betrieb wird von Stund an durch die Geschäftsführer Herrn Dr. Gerhard Göbel und Herrn Thomas Schutz geführt.
Ein hoch motiviertes Team hat sich viel vorgenommen, demnächst 100 Jahre Firmengeschichte und kein Ende ...